Ein synoptischer Vergleich
Synopse Mk 1 (1/4)
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | Die synoptischen EvangelienDer weitgehend parallele Aufbau der Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas ermöglicht es, sie so aufzuschreiben, dass die sich entsprechenden Abschnitte aus jedem Werk nebeneinander stehen. Eine solche Zusammenstellung heißt ”Synopse“ (Zusammenschau). Deshalb bezeichnet man diese drei Evangelien seit dem Ende des 18.Jh. als ”synoptische Evangelien“. Das Johannesevangelium bietet dagegen sowohl eine abweichende Grobgliederung als auch weitgehend anderes Material. Nur in der Passionsgeschichte (und in wenigen weiteren Passagen) greifen alle 4 Evangelien offensichtlich auf gemeinsame Traditionen zurück. Betrachtet man die Abschnitte den synoptischen Evangelien, die sich entsprechen, finden sich eine ganze Reihe von Passagen, die nahezu wörtlich übereinstimmen, aber auch Differenzen. Daneben finden wir eine ganze Reihe über Markus hinausgehende Stoffkomplexe bei Mt und Lk, in denen sie z.T. fast wörtlich übereinstimmen. Schließlich enthält jedes Evangelium Material, das keines der anderen bietet. Ein Erklärungsversuch bietet die 2-Quellen Theorie. Sie besagt, dass:
Neben diesem klassischen Modell, gibt es eine modifizierte Form, bei der man davon ausgeht, dass Mt und Lk sich auf verschiedene Versionen der Spruchquelle Q beziehen. Zudem geht man davon aus, dass die kanonische Form des Markusevangelium eine andere Überarbeitungsstufe ist, als die von Mt und Lk benutzte. Die Zwei-Quellen-Theorie kann auch in ihrer modifizierten Form nicht alle literarischen Phänomene erklären. So gibt es eine ganze Reihe von Stellen, an denen Mt und Lk den Text wörtlich übereinstimmend gegen Mk ändern. Diese Übereinstimmungen nennt man minor agreements. |



