01 Mode der Männer
Einleitung
Der Mann bildete den Mittelpunkt der römischen Gesellschaft. Er war das Oberhaupt der römischen Familie (familia) und vertrat sie in rechtlichen Dingen. Im Gegensatz zu Frauen, Sklaven oder Fremden (peregrīnī) durfte er in der Volksversammlung wählen und öffentliche Ämter bekleiden. Um diesen besonderen Status auszudrücken, eignete sich die Kleidung besonders gut. Sowohl gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen als auch gegenüber Mitgliedern der eigenen gesellschaftlichen Schicht diente sie als Distinktionsmerkmal. Dabei war es vor allem die Toga, die den rechtlichen und sozialen Stand ihres Trägers verdeutlichte und deswegen auf vielen Reliefs und an vielen Statuen der Antike zu sehen ist.
Die Toga wurde so ikonisch, dass sie bis heute als das Kleidungsstück der römischen Antike par excellence gilt. Zur Tracht eines römischen Mannes gehörten jedoch noch mehr Kleidungsstücke, die neben den Schuhen und dem Schmuck, welchen die Männer trugen, im folgenden Modul behandelt werden sollen. Dabei spielen auch die Funktion und die Veränderungen der Trachtbestandteile eine Rolle.