03 Kindermode
Einleitung
Im alten Rom war das vorrangige Ziel einer Ehe die Zeugung von Kindern. Die Geburt eines Kindes sicherte den Stammbaum und damit die Zukunft der Familie. Den Jungen kam die Rolle des Stammhalters zu: Er war künftiges Oberhaupt der Familie, vertrat sie rechtlich und vererbte seinen Namen an die kommende Generation.
Die Zukunft der Mädchen hingegen lag in der häuslichen Sphäre. Ihnen kam hauptsächlich die Funktion zu, die häuslichen Aufgaben zu organisieren und eine treue Ehefrau zu sein, die viele Kinder zur Welt brachte. Die Frauen vollzogen die Hochzeit meist bereits im Teenageralter, während ihre Ehemänner gewöhnlich etwa zehn Jahre älter waren.
Im Durchschnitt brachte die römische Frau fünf bis sechs Kinder zur Welt. [1]
In diesem Lernmodul werden die Kleidungsstücke vorgestellt, welche die Jungen und Mädchen im antiken Rom bis zu ihrer Volljährigkeit getragen haben. Begonnen wird dabei im Babyalter, in dem die Kinder noch gewickelt wurden. Danach unterschied sich die Kleidung der Kinder von der der Erwachsenen kaum.