Grundlagen der Mathematikdidaktik
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Herzlich Willkommen zum Onlinekurs "Grundlagen der Mathematikdidaktik"

Bevor man sich Fragen danach zuwenden kann, wie genau Mathematikunterricht im konkreten Detail gestaltet werden soll, sollen in diesem Kurs die Grundlagen dafür vermittelt werden, warum und unter welchen Bedingungen bestimmte fachdidaktische Ansätze, Gestaltungsprinzipien und Modelle funktionieren, und auf welchen lern- und handlungstheoretischen Grundlagen sie beruhen. Dabei liefert der Kurs erste Einblicke in wesentliche Komponenten und Phänomene, Fragestellungen, Ziele und Wirkzusammenhänge beim Lehren und Lernen von Mathematik und konkretisiert die behandelten theoretischen Inhalte exemplarisch an unterrichtsbezogenen Beispielen.
Der Kurs ist in sieben Kapitel strukturiert und umfasst die Themengebiete Affektivität, Didaktische Prinzipien, Repräsentationen und Darstellungen, Grundvorstellungen, Entwicklungsmodelle, Bereichsspezifität sowie Symbolischer Interaktionismus. Die Teilnehmenden erarbeiten sich die einzelnen Kapitel vermittels eines multimedialen Skripttextes, der an ausgewählten Stellen ergänzende, illustrierende oder zusammenfassende Screencasts sowie Links zu vertiefender, weiterführender Literatur enthält.
INHALTE
- Mathematikdidaktik – Ein Einstieg; didaktische Kompetenz nach Aebli
- Operatives Prinzip, operatives Üben
- Spiralprinzip, Sokratisches und Genetisches Prinzip
- Repräsentationen und Darstellungsebenen, Grundvorstellungen
- Entwicklungsprozesse und -modelle
- Bereichsspezifität
- Symbolischer Interaktionismus
LERNZIELE
- einen Überblick über theoretische Grundlagen und Prinzipien wissenschaftlicher und praxisbezogener mathematikdidaktischer Arbeit erhalten
- wesentliche Komponenten und Phänomene, Fragestellungen, Ziele und Wirkzusammenhänge beim Lehren und Lernen von Mathematik exemplarisch kennenlernen
- eine exemplarische Vertiefung und Konkretisierung der theoretischen Inhalte an unterrichtsbezogenen Beispielen erfahren
- Theorie und Anwendung in Übungen aktiv verknüpfen
- grundlegende Denkweisen und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anwenden bzw. vertiefen (Z.B. fallbezogene Anwendung von Theorien, Umgehen mit wissenschaftlichen Texten, schriftliche Darstellung eigener Ergebnisse, Reflexionstechniken.
ZIELGRUPPE
- Lehramtsstudierende,
- Seiteneinsteiger*innen sowie
- aktive Lehrpersonen im Fach Mathematik aller Schulformen und -stufen
LEHRENDE
Prof. Dr. Eva Müller-Hill, Institut für Mathematik, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Universität Rostock
KURSINFO
- Termin: flexibel, Start ist jederzeit möglich
- Kosten: kostenfrei
- Sprache: deutsch
- Kursart: Onlinekurs
- Kursumfang: ca. 30 bis 40 Stunden
Literatur zum Onlinekurs
Das Skript „Grundlagen der Mathematikdidaktik“ dient Ihnen als strukturiertes Arbeitsmaterial für den Onlinekurs. Es unterstützt Ihr Selbststudium und hilft Ihnen dabei, die Inhalte des Kurses aktiv nachzubereiten. Das Skript enthält zusätzliche Medieninhalte, die das Lernen abwechslungsreich und verständlich gestalten. Diese ergänzenden Materialien und Screencasts erleichtern das Durcharbeiten der Inhalte, sichern das Erlernte ab und fördern die Vertiefung sowie Vernetzung der verschiedenen Kursthemen.
Einleitung Kapitel 1
In diesem Podcast erhalten Sie einen Überblick über zentrale Fragen der Mathematikdidaktik. Sie erfahren, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und theoretische Modelle helfen, Unterricht zu planen, Lernprozesse zu verstehen und die eigene Lehrerkompetenz zu reflektieren. Der Beitrag soll Sie auf die Themen des Kurses einstimmen und zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Lernen und Lehren von Mathematik anregen.
Das Video stellt Hans Aeblis drei Dimensionen didaktischer Kompetenz vor. Sie lernen, welche Fähigkeiten und Wissensbereiche für professionelles Lehrerhandeln grundlegend sind. Die Darstellung hilft, das Zusammenspiel zwischen Fachwissen, Lehr-Lern-Verständnis und pädagogischer Haltung besser zu verstehen.
In diesem Screencast werden zentrale Aspekte erfolgreichen Mathematikunterrichts vorgestellt, etwa der Inhalts-, Sprach-, Prozess-, Handlungs-, Material- und affektive Aspekt. Sie erfahren, wie diese Dimensionen zusammenwirken und das Lernen von Mathematik auf vielfältige Weise beeinflussen.
Das Video zeigt, welche Rolle Emotionen und Gefühle beim Lernen spielen. Sie erfahren, wie Affekte die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen beeinflussen und warum sie für Lernmotivation und Verstehen bedeutsam sind.
Hier erhalten Sie eine praktische Einführung ins reflexive Schreiben. Die Anleitung unterstützt Sie dabei, die eigenen fachlichen und didaktischen Überzeugungen bewusst zu hinterfragen und weiterzuentwickeln – ein zentraler Schritt auf dem Weg zu professioneller Lehrkompetenz.
Dieser Podcast führt in grundlegende didaktische Prinzipien ein. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie sie im Unterricht wirken und welche lerntheoretischen Überlegungen ihnen zugrunde liegen. Sie erfahren, warum diese Prinzipien als Orientierungsrahmen für Unterrichtsentscheidungen dienen.
In diesem Screencast lernen Sie das operative Prinzip als Grundlage handlungsorientierten Lernens kennen. Es wird gezeigt, wie Lernen durch aktives Tun, Beobachten und Reflektieren gefördert werden kann. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist zentral für die Gestaltung lebendigen Mathematikunterrichts.
Das Video erklärt Aeblis Modell der drei Verinnerlichungsstufen – konkret, figural und symbolisch. Diese Stufen zeigen, wie Lernende mathematische Inhalte schrittweise abstrahieren und verinnerlichen.
Hier erfahren Sie, was operatives Üben bedeutet und wie es sich vom bloßen Wiederholen unterscheidet. Das Video zeigt, wie Übungsaufgaben produktiv gestaltet werden können, um das Verständnis mathematischer Zusammenhänge zu vertiefen.
Anhand zweier Schülerbeispiele wird gezeigt, wie Kinder operativ mit mathematischen Aufgaben umgehen. Der Screencast liefert eine mögliche Deutung der Beobachtungen und lädt dazu ein, Lernprozesse aus didaktischer Sicht zu reflektieren.
In diesem Podcast werden drei weitere zentrale Prinzipien vorgestellt: das Spiralprinzip, das sokratische Prinzip und das genetische Prinzip. Sie erfahren, wie diese Ansätze helfen, mathematische Lernprozesse sinnvoll aufzubauen und zu strukturieren.
Das Video erläutert, wie Lerninhalte nach dem Spiralprinzip entlang grundlegender mathematischer Ideen gestaltet werden können. Am Beispiel der Leitidee „Messen“ wird gezeigt, wie Kompetenzen über verschiedene Lernphasen hinweg systematisch erweitert werden.
Hier wird erklärt, wie das genetische Prinzip zur Sinnstiftung im Mathematikunterricht beiträgt. Sie lernen, welche Arten genetischer Aufgaben es gibt und wie sie das Verständnis und die Motivation der Lernenden fördern können.
Dieses Audio erläutert grundlegende Aussagen zum Begriff der Repräsentation in der Mathematikdidaktik. Sie erfahren, warum Repräsentationen zentral für das Denken und Lernen mathematischer Inhalte sind.
Der Podcast zeigt, warum Repräsentationen und Darstellungen die Basis mathematischer Kommunikation bilden. Sie lernen Grundzüge der Zeichentheorie und der Theorie der Repräsentationsebenen kennen, die für das Verständnis mathematischer Lernprozesse wichtig sind.
Das Video verdeutlicht am E-I-S-Modell (enaktiv–ikonisch–symbolisch), wie mathematische Beziehungen auf verschiedenen Darstellungsebenen dargestellt werden können. Sie sehen, wie Lernende von konkretem Handeln zu abstraktem Denken geführt werden.
In diesem Screencast wird gezeigt, warum Materialarbeit und Visualisierungen die Begriffsbildung unterstützen. Sie erfahren, welche didaktischen Regeln beachtet werden sollten, um Lernen durch Handeln und Anschauung wirksam zu gestalten.
Dieser Podcast führt in verschiedene Modelle des Lernens in Stufen ein. Sie erfahren, warum Lernprozesse als fortschreitende Entwicklung verstanden werden und wie diese Sicht das Unterrichten unterstützt.
Am Beispiel des Größenbegriffs wird gezeigt, wie sich Lernprozesse schrittweise entwickeln. Sie lernen, wie Schülerinnen und Schüler Vergleiche und Messungen zunehmend komplexer gestalten und welche Denkprozesse dabei ablaufen.
Das Video stellt die ersten drei Van-Hiele-Stufen des geometrischen Denkens vor. Anhand von Schülerbeispielen wird deutlich, wie sich geometrisches Verständnis entwickelt und abstrahiert.
Hier wird der Funktionsbegriff anhand proportionaler und antiproportionaler Zusammenhänge erklärt. Der Screencast zeigt, wie verschiedene Repräsentationen und Inhaltsaspekte das Verständnis von Funktionen fördern.
Das Video veranschaulicht ein vereinfachtes Stufenmodell zum Funktionsbegriff. Die Beispiele zeigen, wie Lernende Schritt für Schritt vom konkreten zum abstrakteren Funktionsverständnis gelangen.
Dieser Podcast führt in die Idee ein, dass mathematisches Wissen immer in bestimmten Kontexten entsteht und verstanden wird. Sie erfahren, wie Anschauungsmittel und Alltagserfahrungen in diese Zusammenhänge eingebettet sind und warum die Theorie der subjektiven Erfahrungsbereiche dabei hilfreich ist.
Das Video erläutert These 2 der Theorie subjektiver Erfahrungsbereiche. Anhand eines Beispiels wird gezeigt, wie Wissen in voneinander getrennten Erfahrungsbereichen organisiert ist und wie durch Unterricht Verbindungen zwischen diesen Bereichen geschaffen werden können.
In diesem Podcast wird erklärt, wie Bedeutungen im Unterricht durch soziale Interaktionen entstehen. Sie erfahren, warum Kommunikation und Aushandlung zwischen Lernenden und Lehrenden entscheidend sind, damit mathematische Inhalte verstanden und angewendet werden können.
Das Video zeigt am Beispiel einer Vorlesesituation, wie die drei Grundgedanken des Symbolischen Interaktionismus praktisch sichtbar werden. Es verdeutlicht, wie Kinder durch sprachliche und nonverbale Interaktionen Bedeutungen entwickeln und Lernprozesse gestalten.