Lernen lernen
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Herzlich Willkommen zum Onlinekurs: " Lernen lernen" - ein Minikurs zur Selbstreflexion

Dieser kurze Probekurs bietet eine kompakte Einführung in zentrale Aspekte erfolgreichen Lernens.
Du erhälst einen Überblick über Lernstrategien, Motivation und nachhaltiges Behalten.
Am Ende kannst du dein Wissen in einem kurzen Test überprüfen.
INHALTE
- Modul 1: Einführung
- Modul 2: Vertiefung
- Modul 3: Ergänzung
ZIELGRUPPE
- alle interessierten Lerner
LEHRENDE
Inhaltliche Leitung durch Lehrende Person, Lehrstuhl/Fakultät, Universität Rostock.
KURSINFO
- Termin: flexibel, Start ist jederzeit möglich
- Kosten: kostenfrei
- Sprache: deutsch
- Kursart: Onlinekurs
- Abschluss: Badge
Lernen ist mehr als das Aufnehmen von Informationen. Erfolgreiches Lernen bedeutet:
- Inhalte aktiv zu verarbeiten
- Verbindungen herzustellen
- Wissen anzuwenden
- und regelmäßig zu wiederholen
Studien zeigen, dass aktive Lernstrategien deutlich wirksamer sind als reines Lesen oder Markieren von Textstellen.
In diesem Mini-Kurs erhältst du einen kurzen Überblick über zentrale Prinzipien erfolgreichen Lernens.
Drei Prinzipien erfolgreichen Lernens
a) Aktive Verarbeitung
Informationen bleiben besser im Gedächtnis, wenn wir sie:
- zusammenfassen
- erklären
- anwenden
b) Verteiltes Üben
Mehrere kürzere Lerneinheiten über einen längeren Zeitraum sind effektiver als „Bulimie-Lernen“.
c) Abruf statt Wiedererkennen
Sich selbst zu testen ist wirksamer als Inhalte nur erneut zu lesen.
Das bedeutet: Ein Test ist nicht nur Kontrolle – sondern selbst eine Lernstrategie.
Lerntypen und Lernpräferenzen
Vielleicht hast du schon gehört, dass manche Menschen besonders gut über Bilder lernen, andere über Zuhören oder durch praktisches Ausprobieren. Solche Modelle werden häufig als Lerntypen oder Lernstile bezeichnet. Sie versuchen zu beschreiben, dass Menschen Informationen auf unterschiedliche Weise aufnehmen und verarbeiten.
Seit den 1970er Jahren wurden verschiedene Modelle entwickelt, um solche Unterschiede zu erklären. Ein bekanntes Beispiel ist das Lernstilmodell von David A. Kolb. Er beschreibt Lernen als einen Prozess, in dem Menschen Wissen durch Erfahrung, Reflexion, theoretisches Denken und praktisches Ausprobieren entwickeln. Daraus ergeben sich unterschiedliche Lernstile, etwa stärker reflektierende oder stärker handlungsorientierte Lernende.
Andere Modelle unterscheiden Lernende nach bevorzugten Wahrnehmungskanälen. Der Biochemiker Frederic Vester etwa beschrieb visuelle, auditive, haptische und intellektuelle Lerntypen. International verbreitet ist auch das VARK-Modell von Neil Fleming, das Lernpräferenzen wie „visuell“, „auditiv“, „lesen/schreiben“ oder „praktisch handeln“ unterscheidet.
Der wissenschaftliche Stand
Viele Studien konnten diese Annahme jedoch nicht eindeutig bestätigen. Eine bekannte Analyse von Harold Pashler und Kolleg:innen zeigte, dass es kaum belastbare Belege dafür gibt, dass ein solches „Matching“ den Lernerfolg tatsächlich verbessert.
Außerdem zeigt die Forschung, dass die meisten Menschen keine klaren Lerntypen sind. Stattdessen nutzen sie unterschiedliche Wege, um Inhalte zu verstehen und zu behalten.
Heute konzentriert sich die Lernpsychologie stärker auf wirksame Lernstrategien. Dazu gehören zum Beispiel:
- aktives Abrufen von Wissen
- verteiltes Lernen über mehrere Zeitpunkte
- regelmäßige Selbsttests
- das eigene Erklären und Zusammenfassen von Inhalten
Diese Methoden verbessern nachweislich die langfristige Behaltensleistung.
Warum es trotzdem sinnvoll sein kann, sich mit Lerntypen zu beschäftigen
Auch wenn feste Lerntypen wissenschaftlich umstritten sind, kann die Beschäftigung mit solchen Modellen hilfreich sein. Sie regen dazu an, über das eigene Lernen nachzudenken und verschiedene Zugänge zum Lernen auszuprobieren.
Viele Menschen haben persönliche Lernpräferenzen. Manche arbeiten gerne mit Grafiken, andere schreiben Notizen oder diskutieren Inhalte. Solche Vorlieben können das Lernen angenehmer und motivierender machen. Wichtig ist jedoch, sich nicht auf einen einzigen Lernstil festzulegen. Erfolgreiches Lernen entsteht meist durch eine Kombination verschiedener Strategien.
Das Ziel dieses Kurses ist deshalb nicht, einen festen Lerntyp zu bestimmen. Vielmehr geht es darum, ein persönliches Repertoire an Lernstrategien aufzubauen und bewusst einzusetzen.
Im folgenden Selbsttest können Sie Ihre eigenen Lernpräferenzen erkunden und überlegen, welche Methoden Sie in Ihrem Lernalltag besonders gut unterstützen könnten.
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